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    Sagen & Legenden Deiningen

    „Wurzler“

    In der Zeit eines Viehsterbens kamen die Deininger um all ihre Kühe, Ochsen und Kälber. Was sollten sie jetzt anfangen? Man hielt Ratssitzung und beschloß in Anbetracht des großen Unglücks dem Rate eines durchreisenden Bopfingers (die wegen ihrer Klugheit berühmt waren) zu folgen, allem gefallenen Vieh die Schwänze abzuschneiden und diese in den Rübenacker vom letzten Hause Deiningens bis hinunter zum weißen Kreuz in den Boden zu setzen und „wurzeln zu lassen“. Gesagt, getan! Nach einiger Zeit sahen die Bauern nach, ob die Kälber schon hinwachsen würden an die Schwänze, doch das war nicht der Fall. Vielmehr wurden sie allerorts verlacht wegen ihrer Einfalt und erhielten ihre Spottnamen: „Wurzler“ und auch „Deininger Kuhschwänz!“